Ueber das constante Vorkommen einer Schwefel-cyanverbindung im Harn der Säugethiere

Abstract

Bekanntlich hat Vo i t 1) zuerst gefunden, dass der Harn des Menschen und verschiedener S~ugethiere beim Verbrennen mit Kali und Salpeter mehr durch Baryamchlorid fiillbare Schwefels~ture liefert, als wenn der Harn direkt mit dem Barytsalze gef~ilt wird. Diese Thatsache ist bis jetzt von allen Forschern, die tiber diesen Gegenstand gearbeitet haben, bestiitigt worden; in jtingster Zeit yon B a u m a n n ~ ) fiir den Harn des Menschen, des Pferdes, des Hundes und des Kaninchens. huf das Vorkommen einer schwefelhaltigen organischen Substanz im Ham le~kte auch S c h S n b e i n ~) die Aufmerksamkeit. S c h S n b e i n wies nach, dass wenn man Harn mit amalgamirten Zinkspiihnen und verdtinnter Schwefels~iure behandelt, sich eine rieehende Substanz entwickelt, welche sich wie Schwefelwasserstoff verhiilt und Silberund Bleisalze schw~trzt. Die Entbindung des Schwefelwasserstoffs tritt auch ein, wenn die Sulphate aus dem Harn entfernt sind. Ich hebe letzteren Umstand deshalb hervor, weil N e u b a u e r ~) als charakteristisch ftir die Sulphate angiebt, dass sie bei Gegenwart

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